Handy-Spende für Wohnungslose

| Kay Bartelt | Soziale Verantwortung

In Zeiten von Corona ist es für Wohnungslose ohne eigenes Handy fast unmöglich, mit Ämtern und Behörden zu kommunizieren. Auch der Kontakt mit Sozialarbeitern, Betreuern oder Bekannten ist durch die Ausgangsbeschränkungen nur bedingt möglich.

Wenn überhaupt persönliche Termine stattfinden, dann nur mit vorheriger Absprache per E-Mail oder Telefon.

Dafür benötigt man aber Zugang zum Internet, einem Computer oder Telefon. Für Wohnungslose ohne regelmäßige Einkünfte und ohne Lebensmittelpunkt ist das kaum zu realisieren.

Die STRATMANN STIFTUNG und der Rotary Club Hannover-Leineschloss sind aus diesen Gründen dem Anliegen des Vereins Ganz unten e.V. gefolgt - seit Anfang April beschaffen wir pinfreie Handys mit Ladekabel sowie SIM-Karten, um die Betroffenen damit auszustatten.

Nach nur wenigen Wochen konnten wir einige Altgeräte plus Zubehör einsammeln und sie dem Selbsthilfe für Wohnungslose e.V. (Sewo) übergeben. "Durch die Spende bekommen die Wohnunglosen zumindest einen kleinen Teil ihrer Selbstbestimmtheit zurück", sagte Sewo-Geschäftsführer Jan Ulrichs bei der Übergabe der Geräte.

Stiftungsgründer Michael Stratmann erläutert sein Motiv: „Es ist tragisch, das eine solch gravierende Pandemie die benachteiligten Gruppen und die sozial schwächeren Haushalte besonders empfindlich trifft. Stadt und Region Hannover haben gerade für die Obdachlosen hilfreiche Programme gestartet. Zusammen mit befreundeten Organisationen und Rotary wollen wir mit dem Sammeln und der Weitergabe von gebrauchten Mobiltelefonen einen sinnvollen Beitrag leisten.“

Wer ein gebrauchtes Mobiltelefon abzugeben hat, kann sich direkt an den Selbsthilfe für Wohnungslose e.V. wenden. Alle Spenden sind jederzeit herzlich willkommen.