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Zum Schuljahresende gab es ein Bonbon der besonderen Art. Außerhalb der üblichen Klassenzimmer durften 30 hannoversche Grundschulkinder die Herstellung von Baufahrzeugen aus nächster Nähe bestaunen.
Die Kinder aus elf verschiedenen Nationen lernten beim Baggerfahren die Technik auf Deutsch kennen. Denn das Sprachförderprojekt „Lehrer im Wohnzimmer“ der Nina-Dieckmann-Stiftung ermöglichte den teilnehmenden Schülern interessante Einblicke in unbekannte Technikwelten.
Der Tag der glücklichen Kinder
Am 7. Juli wurden die Sechs- bis Zehnjährigen Kids auf dem Werksgelände der Komatsu Hanomag an handfeste Objekte herangeführt. Denn das hautnahe Erleben der Technik kommt in der Schule häufig zu kurz. Dabei bekamen die Kids nicht nur Eindrücke aus der Werkshalle. Sie durften auch ins Fahrerhäuschen klettern und eine Baggerfahrt live erleben.
Fahren, lenken und die Baggerschaufel bewegen - der Glanz in den Kinderaugen verriet alles über ihre Begeisterung. Was geschieht auf einer Baustelle und wie funktioniert eine Maschine? All diese Fragen wurden die im Laufe des Vormittags erklärt.
Die Antworten dazu können die interessierten Schüler auch im Buch nachlesen, das sie nach der Veranstaltung geschenkt bekamen. Der Kinder Brockhaus: Achtung, Baustelle - Mein erstes Wissen hat auf 32 Seiten das Wichtigste zum Thema Bau zusammengetragen. Darüber hinaus gab es einen Modell-Bagger von Komatsu, den die Kinder schon eifrig während des Tages zusammenbauten.
Hannovers Bürgermeister Bernd Strauch hatte die Bücherübergabe höchstpersönlich durchgeführt. Anwesend waren neben der Stiftungsgründerin Nina Dieckmann auch die Projektförderer Thomas Stieve, Niederlassungsleiter der Wirtschaftsprüfung PwC in Hannover und Michael Stratmann, Gründer der Stratmann Stiftung, welche die Bücher zur Verfügung stellt.
Der Komatsu-Geschäftsführer geht mit gutem Beispiel voran
Als Gastgeber begrüßte Herr Göksel Güner, Geschäftsführer der Komatsu Hanomag GmbH die anwesenden Besucher. In seiner Willkommensrede erzählte der türkischstämmige Firmenleiter ein wenig aus seinem Leben. Er habe seine Karriere der Bildung und der Neugier zu verdanken. Gepaart mit einer Portion Fleiß kann man alles im Leben erreichen. So wie Güner selbst, der mit 16 Jahren nach Deutschland kam und kein Wort unserer Sprache konnte. Damit ist er der lebende Beweis für eine gelungene Integration in unsere Gesellschaft.
Das Projekt „Lehrer im Wohnzimmer“ fördert die außerschulische Sprachausbildung sehr junger Schülerinnen und Schüler, die oft einen Migrationshintergrund haben. Die Kinder wurden an einen anderen Lernort geführt und lernten dort neue Bezüge zur Umwelt herzustellen. Ihr Wortschatz wurde durch die unbekannten technischen Begriffe erweitert und ihre sprachlichen Fähigkeiten wurden weiterentwickelt.
Die Dieckmann Stiftung konnte sich an diesem Tag zusätzlich über eine Barspende von 1.000 Euro freuen. Der PwC-Niederlassungsleiter Thomas Stieve überreichte den Umschlag mit den besten Glückwünschen zu diesem gelungenen Projekt. Allen teilnehmenden Sponsoren sei ebenfalls herzlich gedankt für ihre tolle Unterstützung!
Weitere Bilder der Veranstaltung:
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