Unser BIT - Ein Puzzlesteinchen für das persönliche Berufsbild

Stimmungsbericht von Jutta Holtmann, Schulvorstand im Gymnasium Mellendorf  und Karen Drews, Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Gymnasiums Mellendorf (FFGM)

Nachdem im Frühjahr diesen Jahres der zweite Berufsinformationstag (BIT) im PZH in Garbsen stattfand, möchte ich hier die Gelegenheit dazu nutzen, einige persönliche Eindrücke zur Veranstaltung zusammenzufassen. Zuerst gilt mein Dank aber dem FFGM, der den BIT maßgeblich finanziell unterstützt hat, unter anderem durch die Übernahme der Kosten für das "leibliche Wohl" der Referenten sowie der Schülerinnen und Schüler.

Wir können ein absolut positives Fazit ziehen, denn wir freuen uns immer, wenn die Schülerinnen und Schüler vom BIT profitieren, das ist unser oberstes Ziel! Wenn wir nur einigen der 180 Teilnehmer ein weiteres Puzzlesteinchen für ihr persönliches Berufsbild schenken konnten, haben sich die ungezählten Stunden unserer Arbeit gelohnt.

Wir haben den Eindruck gewonnen, dass man die gute Laune bei allen Beteiligten bei diesem BIT bemerken konnte. Das PZH in Garbsen war ein wirklich idealer Ort und hat einen ganz anderen Rahmen geboten als die Schule. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die wir im ganzen Hause spüren konnten, hat uns sehr beeindruckt. Außerdem begeisterten uns auch die Gespräche der Referenten untereinander. Der BIT ist so nämlich auch eine kleine „Vernetzungsbörse“ geworden.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg

Einige Schülerinnen und Schüler haben ihrer eigenen Begeisterung nach der Veranstaltung auch spontan Ausdruck verliehen. Da manche eher unwillig ins PZH kamen und dachten: „Schon wieder so eine langweilige Berufsinfo“, war die Resonanz umso erstaunlicher. Sie fanden den BIT besonders wegen der persönlichen Nähe und wegen des Kontakts zu „echten Profis“ sehr aufschlussreich und hilfreich für die Entwicklung ihrer eigenen Berufswünsche.

Auch die Referenten zeigten sich vollauf zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung. Denn das eher ungewöhnliche Konzept erlaubte eine persönliche Ansprache der Schülerinnen und Schüler. Insgesamt hatten 60 Referenten und zirka 180 Schülerinnen und Schüler an der Veranstaltung teilgenommen.

Den BIT soll zukünftig alle zwei Jahre wieder aufgelegt geben. Wir haben uns für diesen Rhythmus entschieden, um eine ausreichende Anzahl von Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu haben. Wir wollen eine relativ große Bandbreite von Berufen anbieten und das ist nur mit einer gewissen Anzahl von Teilnehmern sinnvoll machbar.

Der nächste BIT wird aber bereits im kommenden Jahr stattfinden, wegen der Umstellung des Abiturs auf 12 Jahrgänge. Ansonsten würde ein ganzer Jahrgang wegfallen. In 2011 werden auch die zehnten Klassen eingeladen, danach kann der angestrebte Rhythmus durchgeführt werden.

Wir wollen noch besser werden

Wir haben den Eindruck, auf dem richtigen Weg zu sein und wir müssen unbedingt weitermachen! Dazu gehört natürlich auch, dass wir aus den Erfahrungen der beiden BITs lernen und 2011 einiges verbessern müssen.

Die Berufsfindung ist für junge Menschen in der heutigen Zeit mit der enormen Vielfalt an Berufen nicht einfach. Leider nehmen einige dieses Angebot überhaupt nicht ernst und erkennen vor allem nicht die Chancen, die darin stecken. Deshalb wird es zukünftig ein ganz großes Thema für uns sein, wie wir die Schülerinnen und Schüler überhaupt erreichen können.

Wir werden uns Antworten auf die Fragen geben, was wir dazu im Vorfeld verändern müssen und wie wir sie motivieren können,
  • sich selbst intensiver und früher „auf den Weg zu machen“,
  • die Medien, die ihnen so umfangreich zur Verfügung stehen, besser dafür zu nutzen,
  • sich aktiver zu informieren und auch für einen eigenen „Plan B“ zu sorgen.
  • sich ernster mit dem Thema und auch mit ihren eigenen Fähigkeiten auseinander zu setzen.
Im Jahr 2009 haben wir bereits ein "Berufserkundungskonzept ab Klasse 8" entwickelt, das inzwischen Bestandteil des Stundenplans ist, aber unbedingt noch weiter ausgebaut werden muss. Wir sind auf dem Weg – aber noch lange nicht angekommen!

Der Pressespiegel zur Veranstaltung